Küchenwissen

Reis kochen - So gelingt er immer perfekt | Anleitung

Reis kochen ist einfacher als gedacht! Mit der richtigen Wassermenge und diesen Profi-Tricks wird dein Reis locker, körnig und perfekt - garantiert.

MrTaste Redaktion12. Februar 20266 Min. Lesezeit
Perfekt gekochter Reis - locker und körnig in einer Schüssel

Reis kochen klingt simpel, oder? Ist es eigentlich auch – wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Versuche: matschig, pappig oder steinhart. Total frustrierend! Aber keine Sorge, mit der richtigen Reis kochen Anleitung wird dein Reis ab jetzt immer perfekt.

Die größte Herausforderung? Die Wassermenge. Und genau da fangen wir an.

Die richtige Reis Wassermenge – Der Schlüssel zum Erfolg

Hier scheiden sich die Geister. Manche schwören auf die Fingermethode, andere auf exakte Messbecher. Ich mache es mittlerweile nach Gefühl, aber das kam erst mit der Zeit.

Die Grundregel: 1 Teil Reis auf 2 Teile Wasser. Das funktioniert bei den meisten Sorten ganz gut. Also 1 Tasse Reis? Dann 2 Tassen Wasser. Simpel.

Aber (und jetzt kommt's) – nicht jede Reissorte ist gleich. Basmati braucht etwas weniger Wasser als Vollkornreis. Jasminreis verhält sich wieder anders. Deshalb schauen wir uns das jetzt genauer an.

Unterschiedliche Reissorten richtig zubereiten

Bei Basmati reis kochen nehme ich meistens ein Verhältnis von 1:1,5. Der wird sonst zu weich, zumindest bei meiner Lieblingsmarke. Basmati soll ja schön locker und körnig sein – perfekt zu Döner Kebab oder indischen Currys.

Jasminreis liegt irgendwo dazwischen. 1:1,75 passt da meist ganz gut.

Vollkornreis? Der ist eine Diva. Braucht mehr Wasser (eher 1:2,5) und deutlich mehr Zeit. Dafür ist er gesünder und nussiger im Geschmack.

Risottoreis (Arborio oder Carnaroli) wird komplett anders behandelt – da kommt die Flüssigkeit nach und nach dazu. Aber das ist ein eigenes Thema.

Schritt-für-Schritt: Reis zubereiten wie ein Profi

Okay, jetzt wird's praktisch. So mache ich das mittlerweile fast täglich:

Schritt 1: Reis waschen
Ja, wirklich! Reis waschen ist mega wichtig. Die Stärke auf der Oberfläche macht ihn sonst klebrig. Ich gebe den Reis in ein Sieb und spüle ihn unter kaltem Wasser, bis das Wasser klar durchläuft. Dauert vielleicht 2-3 Minuten, macht aber einen riesigen Unterschied.

Schritt 2: Wasser aufsetzen
Ich gebe den gewaschenen Reis mit der entsprechenden Wassermenge in einen Topf. Dazu kommt eine Prise Salz – nicht vergessen! Manche geben auch einen kleinen Schuss Öl dazu, damit die Körner nicht zusammenkleben. Muss man aber nicht.

Schritt 3: Aufkochen
Jetzt den Topf auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Ohne Deckel, damit du siehst, wann es sprudelt.

Schritt 4: Runterschalten und quellen lassen
Sobald das Wasser kocht, Hitze auf die niedrigste Stufe runter und Deckel drauf. Und jetzt kommt der wichtigste Tipp: Lass den Deckel zu! Kein Rühren, kein Nachschauen. Einfach in Ruhe lassen.

Für weißen Reis (Basmati, Jasmin) reichen etwa 12-15 Minuten. Vollkornreis braucht eher 35-40 Minuten.

Schritt 5: Nachziehen lassen
Herd aus, Deckel bleibt zu. Lass den Reis noch 5 Minuten stehen. In der Zeit zieht er nach und wird richtig fluffig.

Schritt 6: Auflockern
Jetzt mit einer Gabel vorsichtig auflockern. Nicht mit einem Löffel – der macht alles kaputt und drückt die Körner zusammen.

Häufige Fehler beim Reis kochen (und wie du sie vermeidest)

Ich hab sie alle gemacht. Wirklich alle.

Fehler Nr. 1: Zu viel Wasser
Dann wird der Reis matschig. Wenn das passiert ist – nächstes Mal einfach 20-30 ml weniger nehmen. Ist keine Raketenwissenschaft, aber man muss seine Sorte kennenlernen.

Fehler Nr. 2: Deckel zu früh abnehmen
Das war lange Zeit mein Problem. Man will ja nachschauen, ob alles passt. Aber dadurch entweicht der Dampf und der Reis gart ungleichmäßig. Vertrau dem Prozess!

Fehler Nr. 3: Zu hohe Hitze
Wenn der Reis am Topfboden anbrennt, war die Hitze zu hoch. Nach dem Aufkochen wirklich auf die niedrigste Stufe runter.

Fehler Nr. 4: Reis nicht waschen
Hab ich am Anfang auch übersprungen. "Macht doch keinen Unterschied", dachte ich. Macht er aber. Der Reis wird pappig und klebt zusammen wie verrückt.

Der Finger-Trick (funktioniert das wirklich?)

Viele schwören drauf: Reis in den Topf, Finger draufhalten, Wasser bis zum ersten Fingergelenk. Ehrlich? Bei mir klappt das nur semi-gut. Kommt auch auf die Topfgröße an. Aber wenn du keine Lust auf Abmessen hast – probier es aus. Bei Basmati funktioniert es ganz okay.

Alternative Methoden zum Reis zubereiten

Es gibt nicht nur die Quellmethode. Hier ein paar Alternativen:

Die Pasta-Methode
Klingt komisch, funktioniert aber. Reis in viel kochendes Salzwasser geben (wie bei Nudeln) und nach 10-12 Minuten abgießen. Vorteil: Du kannst die Wassermenge nicht falsch machen. Nachteil: Nährstoffe gehen teilweise verloren. Ich mache das manchmal, wenn's schnell gehen muss.

Reiskocher
Wenn du oft Reis isst, lohnt sich die Anschaffung total. Reis und Wasser rein, Knopf drücken, fertig. Die Dinger machen das perfekt. Hab selbst einen und nutze ihn mindestens dreimal die Woche.

Im Backofen
Geht auch! Reis mit Wasser in eine ofenfeste Form, Alufolie drüber, bei 180°C für etwa 30-35 Minuten. Praktisch, wenn der Herd voll ist.

Was passt zu perfekt gekochtem Reis?

Reis ist so vielseitig, dass man ein ganzes Buch darüber schreiben könnte. Als Beilage passt er zu praktisch allem.

Zu herzhaften Gerichten wie Ungarischer Gulaschsuppe oder Chili con Carne ist Reis einfach genial. Auch zu Hühnerfrikassee – wobei ich da manchmal auch Nudeln bevorzuge, muss ich zugeben.

In der asiatischen Küche ist Reis sowieso unverzichtbar. Gebratener Reis mit Gemüse und Ei? Ein Träumchen. Oder als Basis für Currys – da saugt er die ganze leckere Soße auf.

Und nicht zu vergessen: Milchreis! Okay, das ist eine süße Variante, aber auch die muss man richtig hinbekommen. Da nimmt man Rundkornreis und kocht ihn in Milch mit Zucker und Zimt. Dauert länger, lohnt sich aber.

Reis aufbewahren und aufwärmen

Reste? Kein Problem. Reis hält sich im Kühlschrank etwa 2-3 Tage. Wichtig: Schnell runterkühlen und luftdicht verschließen.

Beim Aufwärmen gebe ich immer ein paar Spritzer Wasser dazu, damit er nicht austrocknet. In der Mikrowelle 2-3 Minuten oder in der Pfanne kurz anbraten – so wird er sogar wieder richtig gut.

Fun Fact: Aus übrig gebliebenem Reis kann man mega leckeren gebratenen Reis machen. Der funktioniert sogar besser mit Reis vom Vortag, weil der nicht mehr so feucht ist.

Mein persönliches Fazit nach Jahren des Reiskochens

Reis kochen ist wirklich keine Hexerei. Die ersten Male braucht man vielleicht noch die Anleitung, aber dann geht's in Fleisch und Blut über.

Meine wichtigsten Learnings: Reis waschen (immer!), die richtige Wassermenge für deine Sorte finden (kann ein bisschen dauern), niedrige Hitze nach dem Aufkochen und Geduld haben – Deckel zu lassen ist Gold wert.

Mittlerweile koche ich Reis komplett automatisch. Morgens für die Meal Prep, abends als Beilage, zwischendurch für Reste-Essen. Er ist so ein dankbares Lebensmittel.

Und wenn's mal schiefgeht? Macht nichts. Dann gibt's halt Bratkartoffeln oder Nudeln. Beim nächsten Mal klappt's besser – versprochen!

reis kochenreis zubereitenreis kochen anleitungbasmati reis kochenreis wassermengereis richtig kochenreis garenreis quellmethodereis kochen tipps

Lust aufs Kochen bekommen?

Entdecke unsere vielfältige Rezeptsammlung und setze das Gelernte direkt um!

Rezepte entdecken